Die Geschichte der Gründung des Dachverbands
In Deutschland lebende Hazara engagieren sich seit vielen Jahren in Bildung, Arbeit, Kultur, Integration und gesellschaftlicher Teilhabe. In zahlreichen Städten entstanden formelle und informelle Vereine, die kulturelle Identität bewahren, neu Angekommene unterstützen und Brücken zur Aufnahmegesellschaft bauen.
Die Arbeit dieser Organisationen brachte wichtige Ergebnisse hervor. Zugleich wurde deutlich, dass verstreute Initiativen ohne gemeinsame Koordination nicht ihr volles Potenzial entfalten können. Verantwortliche der Vereine und unabhängige Fachleute begannen daher einen strukturierten Dialog über einen gemeinsamen Dachverband.
Der Weg zur Gründung
5. Oktober 2024 — Berlin
Beim Symposium zur Solidarität der Hazara in Deutschland, ausgerichtet vom Verein Ettehad, bestand Einigkeit über die Notwendigkeit einer Föderation. Eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe erhielt den Auftrag, einen Satzungsentwurf vorzubereiten.
21. Juni 2025 — Erfurt
Auf Einladung des Vereins Gharjistan und von MOVE e.V. wurde der Entwurf in Arbeitsgruppen beraten. Empfehlungen der Organisationen wurden gesammelt und ein vorläufiger Vorstand mit der Überarbeitung beauftragt.
13. Dezember 2025 — Düsseldorf
Mit der formellen Beteiligung von 16 Vereinen und der Unterstützung weiterer Institutionen wurde der Dachverband offiziell gegründet. Die Satzung wurde beschlossen und Vorstand sowie Aufsichtsrat wurden gewählt.
4. April 2026 — München
Das Kulturzentrum der Hazara in München war Gastgeber der öffentlichen Eröffnungsfeier. Mitgliedsorganisationen stellten ihre Arbeit vor; zugleich begann die gemeinsame Forschung zur Lebenssituation der Hazara in Deutschland.
Ein gemeinsames Dach bei bewahrter Unabhängigkeit
DHD bündelt gemeinsame Kapazitäten und schafft Raum für koordinierte Vorhaben. Die Mitgliedsorganisationen bleiben unabhängig und bringen ihre jeweiligen Erfahrungen, lokalen Netzwerke und Fachkenntnisse in die gemeinsame Arbeit ein.